Linearpotentiometer

Wissenswertes über Wegsensoren mit potentiometrischer Technologie

Ratgeber Linearpotentiometer

Linearpotentiometer

Potentiometrische lineare Positionssensoren zur Wegmessung

Die einfachste Umsetzung einer Längsbewegung in eine proportionale elektrische Größe lässt sich immer noch mit potentiometrischen Messsystemen vornehmen. Dabei handelt es sich um absolut messende Systeme mit einer Auflösung besser als 0,01 mm und dem bekannten Vorteil, dass nach einer ausgebliebenen Spannungsversorgung die Signale sofort wieder lagerichtig angezeigt werden. Unsere Linearpotentiometer erfassen mechanische Messwege bis 2000 mm.

Ob als Taster mit Rückstellfeder, mit Gelenkköpfen zum Ausgleich von lateralem Versatz, als schlittengeführte Version oder zum Einbau in hydraulische Applikationen; sie besitzen ein sehr hochwertiges Widerstandselement aus leitendem Kunststoff (Ausnahme sind unsere ölgefüllten Weggeber mit Drahtelement). Und trotz der Vielfalt und des Variantenreichtums der Produkte benötigen einige anspruchsvolle Applikationen eine Sensoranpassung.

Wir von MEGATRON sind Ihr Partner für diesen Anpassungsprozess und begleiten Sie bei der Produktauswahl, bis hin zum Ende des Lebenszyklus Ihrer Applikation. Besonders bei potentiometrischen Sensoren braucht es oft Sonderanpassungen der Messwege, der Konfektionierungen und Verbesserungen bei der Bauteilpräzision, weil bei anspruchsvollen Spezialapplikationen wie z.B. in der Medizintechnik die Standardvarianten oft nicht allen Anforderungen gerecht werden.


23 Ergebnisse gefunden
Potentiometrischer-Wegsensor-MM10
Potentiometrischer Wegsensor MM10
Wegsensor im Mini-Design mit beidseitig geführter Schubstange in den Messlängen von 8 mm bis 15 mm
  • Linearpotentiometer mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Platzsparendes Mini Design
  • Messlängen von 8 mm bis 15 mm
  • Zweifach gelagerte Schubstange
  • Hohe Lebensdauer
Potentiometrischer-Wegsensor-RC13
Potentiometrischer Wegsensor Serie RC13
Kompakter und robuster IP60 Wegsensor in 3 Befestigungsvarianten mit einseitig geführter Schubstange in den Messlängen 25 bis 250 mm
  •  Kompakter Wegsensor  
  •  Für raue Umgebungsbedingungen - Schutzart IP60
  •  Befestigung durch Gelenkkopf, Montageblöcke oder Flansch
  •  Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  •  Messlängen von 25 mm bis 250 mm
Potentiometrischer-Wegsensor-CLP13
Potentiometrischer Wegsensor CLP13
Wegsensor im platzsparenden Design und einseitig geführter Schubstange in den Messlängen von 13 bis 100 mm
  • Linearpotentiometer mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Platzsparendes kompaktes Design
  • Messlängen von 13 mm bis 100 mm
  • Auch als Taster mit Rückstellfeder verfügbar
  • Hohe Lebensdauer
Potentiometrischer-Wegsensor-RC20
Potentiometrischer Wegsensor Serie RC20
Robuster Wegsensor IP60/IP67 in 3 Befestigungsvarianten mit einseitig geführter Schubstange in den Messlängen 10 bis 300 mm
  • Für raue Umgebungsbedingungen - bis Schutzart IP67
  • Befestigung durch Gelenkkopf, Montageblöcke oder Flansch
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  • Messlängen von 10 mm bis 300 mm
Potentiometrischer-Wegsensor-MM
Potentiometrischer Wegsensor MM
Sehr kompakter Wegsensor mit beidseitig geführter Schubstange und Zentrierbund in den Messlängen 10 bis 30 mm
  • Platzsparend durch kleine Abmessungen
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  • Messlängen von 10 mm bis 30 mm
  • Zweifach gelagerte Achsen
  • Montage mit Zentrierbund
Potentiometrischer-Wegsensor-CLP21
Potentiometrischer Wegsensor Serie CLP21
Wegsensor in kompakter und robuster Bauform mit einseitig geführter Schubstange in den Messlängen 15..100 mm
  • Kompaktes und robustes Design
  • Einseitig geführte Schubstange
  • Auch als Taster mit Rückstellfeder verfügbar
  • Messlängen von 15 mm bis 100 mm
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
Potentiometrischer-Wegsensor-SPR18
Potentiometrischer Wegsensor Serie SPR18
Beidseitig geführter Wegsensor im kompakten Industrie-Design mit gefedertem Taster in den Messlängen 25..100 mm
  • Im kompakten Industriedesign
  • Mit federgeführtem Taster
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  • Linearpotentiometer mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Messlängen von 25 mm bis 100 mm
Linearpotentiometer-SPI18
Potentiometrischer Wegsensor SPI18
Linearpotentiometer im kompakten Industrie-Design mit einseitig geführter Schubstange und Kugelkupplung in den Messlängen 25..200 mm
  • Im kompakten Industriedesign
  • Mit einseitig geführte Schubstange und Kugelkupplung
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  • Linearpotentiometer mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Messlängen von 25 mm bis 200 mm
Potentiometrischer-Wegsensor-RC35
Potentiometrischer Wegsensor Serie RC35
Wegsensor in sehr robuster Bauform bis Schutzart IP67, mit Gelenkköpfen und einseitig geführter Schubstange für 50 bis 750 mm
  • Für raue Umgebungsbedingungen bis zu IP67
  • Freie Einbaulage durch beidseitige Gelenkköpfe
  • Sehr hohe Lebensdauer und sehr gute Linearität
  • Messlängen von 50 mm bis 750 mm
Linearpotentiometer-REM13
Potentiometrischer Wegsensor REM13
Kompakter Wegsensor mit platzsparender Schlittenführung für 20 bar Betriebsdruck in Schutzart IP67 von 50 mm bis 1000 mm
  • Platzsparende und kompakte Konstruktion
  • Mit externem magnetischen Positionsgeber
  • Hohe Schutzart IP67 und Betriebsdruck bis 20 bar
  • Messlängen von 50 bis 1000 mm
  • Mit Kabel oder Stecker
  • Positionsgeber mit oder ohne Kugelgelenk
Potentiometrischer-Wegsensor-MBX
Potentiometrischer Wegsensor MBX
Extrem flacher Wegsensor mit nur 7 mm Bauhöhe und universellen Positionsgeber ideal für beengten Bauraum für 50 bis 200 mm Messwege
  • Minimale Bauhöhe nur < 7 mm
  • Einfache Montage
  • Flexible mechanische Ankopplung durch universellen Mitnehmerschlitten
  • Kompakte Bauform - keine Schubstange erforderlich
Potentiometric Linear Transducer MBH
Potentiometrischer Wegsensor MBH
Wegsensor in offener und flacher Bauform. Platzsparend durch Schlittenführung. Wasserdichtes gekapseltes Folienpotentiometer für 100 mm Wege
  • Hermetisch gekapseltes Sensorelement
  • Abgedichteter Rundkabelabgang
  • Platzsparend durch flache Bauweise und durch Schlittenankoppelung
  • Integrierte Endanschläge
  • 3 Mio. Schleiferbewegungen
Potentiometrischer-Wegsensor-CFL
Potentiometrischer Wegsensor CFL
Sehr präziser Wegsensoren in offener Bauweise mit hoher Lebensdauer in den Messlängen 100..1000 mm
  • Sehr hochauflösend
  • Sehr hohe Lebensdauer von über 20 Mio. Bewegungen
  • In den Messlängen 100..1000 mm
Potentiometrischer-Wegaufnehmer-CD18
Potentiometrischer Wegaufnehmer CD18
Potentiometrischer Wegaufnehmer CD18 mit beidseitig geführter Schubstange in den Messlängen 25..150 mm
  • Ausführungen in Kabel- und Steckerversion
  • 25..150 mm Messweg
  • Beidseitig geführte Schubstange
Potentiometrische-Wegaufnehmer-CH37
Potentiometrische Wegaufnehmer CH37
Wegaufnehmer CH37 für den Einsatz in Hydraulikzylindern mit bis zu 340 bar in den Messlängen 100..550 mm
  • Bauart interner oder externer Flansch
  • Geringer Platzbedarf
  • Unabhängige Linearität ±0,1 %
  • Leitplastikelement mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Messlängen von 100 mm bis 550 mm
  • Hohe Lebensdauer (100 Mio. Achsbewegungen)
Potentiometrischer-Wegsensor-CR18
Potentiometrischer Wegsensor CR18
Beidseitig geführter Wegsensor mit gefedertem Taster oder Abtastrolle im kompakten Industrie-Design für 10 bis 100 mm Wege
  • Im kompakten Industriedesign
  • Mit federgeführtem Taster oder Abtastrolle
  • Hohe Lebensdauer und Genauigkeit
  • Linearpotentiometer mit nahezu unendlicher Auflösung
  • Messlängen von 10 mm bis 100 mm
Potentiometrischer-Wegsensor-HEM12
Potentiometrischer Wegsensor Serie HEM12
Wegsensor für hydraulische Applikationen bis 250 bar in Schutzart IP67 in den Messlängen 50..1000 mm
  • Hohe Schutzart IP67 und max. 250 bar Betriebsdruck
  • Mit externem Mitnehmer - Kapslung des Sensorelementes
  • Montage über internen oder externen Flansch
  • Messlängen von 50 mm bis 1000 mm
  • Hohe Lebensdauer (bis 100 Mio. Achsbewegungen)
Potentiometrischer-Wegsensor-HEM12
Potentiometrischer Wegsensor Serie HEM12E mit integrierter Elektronik
Wegsensor mit Messverstärker für hydraulische Applikationen bis 250 bar in Schutzart IP67 in den Messlängen 50..1000 mm
  • Mit internem Messverstärker
  • Hohe Schutzart IP67 und max. 250 bar Betriebsdruck
  • Mit externem Mitnehmer - Kapslung des Sensorelementes
  • Montage über internen oder externen Flansch
  • Messlängen von 50 mm bis 1000 mm
  • Hohe Lebensdauer (bis 100 Mio. Achsbewegungen)
Potentiometrischer-Weggeber-HEM16
Potentiometrischer Wegsensor HEM16
Sehr genauer Wegsensor für hydraulische Applikationen bis 250 bar in Schutzart IP67 und Messlängen von 50 mm bis 1000 mm
  • Hohe Genauigkeit durch sehr gute Linearität
  • Für Hydraulikanwendungen bis 250 bar (Spitze 400 bar)
  • Mit externem Mitnehmer - Kapslung des Sensor-Elements
  • Montage über internen oder externen Flansch
  • Messlängen von 50 mm bis 1000 mm
  • Hohe Lebensdauer (bis 100 Mio. Achsbewegungen)
Linearpotentiometer-MMS33
Potentiometrischer Wegsensor MMS33
Einseitig geführter Wegsensor in robuster Bauform bis zu IP67 in 50 mm bis 900 mm für Applikationen mit starken Vibrationen
  • Robuste Bauform mit Schutzart bis zu IP67
  • Messlängen von 50 bis 900 mm
  • Mit einseitig geführte Schubstange
  • Einfache Ankopplung durch Kugelkupplung (nicht im Lieferumfang)
  • Für Applikationen mit starken Vibrationen
Potentiometrischer-Wegsensor-MSL38
Potentiometrischer Wegsensor Serie MSL38
Wegsensor für Messwege von 100 mm bis 2000 mm mit platzsparender Schlittenführung für industrielle Umgebungen
  • Platzsparend durch Schlittenführung
  • Kugelkupplung zum Ausgleich vertikalen und horizontalen Versatz
  • Messlängen von 100  mm bis 2000 mm
  • Hohe Lebensdauer (bis 100 Mio. Achsbewegungen
Linearpotentiometer-Draht-OElgefuellt-WGO20
Ölgefüllter potentiometrischer Wegsensor WGO20
Potentiometrischer Wegsensor mit Ölfüllung in den Messlängen 50..200 mm für den Einsatz unter schwierigen Umweltbedingungen
Linearpotentiometer-Draht-OElgefuellt WGO40
Ölgefüllter potentiometrischer Wegsensor WGO40
Linearpotentiometer (Draht) mit Ölfüllung in den Messlängen 100..500 mm für den Einsatz unter schwierigen Umweltbedingungen
Ratgeber Linearpotentiometer
Schließen

Was ist ein Linearpotentiometer?

Das Messprinzip des Potentiometers wurde schon 1841 von Johann Christian Poggendorff beschrieben und wird seit Anbeginn der Nutzung von Elektrizität verwendet. Ein Potentiometer besitzt eine Widerstandsbahn, auf dessen Oberfläche ein beweglicher Schleiferkontakt geführt wird, der ein Spannungspotential abgreift. Dieses Widerstandselement kann kreisrund oder auch länglich ausgeführt sein. Allerdings wird der Begriff „Potentiometer“ oder kurz „Poti“ heute in der technischen Praxis meist für Winkelaufnehmer, d.h. für die runde Variante, genutzt.

Potentiometrische Wegaufnehmer dagegen sind Sensoren, die der Längenmessung dienen. Diese Sensoren finden sich daher eher unter den Namen „Linearpotentiometer“, oder allgemein unter dem allgemeineren Begriff „Linearwegaufnehmer“, wenn ein Widerstandswert angegeben wird, bzw. wenn ersichtlich ist, dass es sich um potentiometrische Technologie handelt.
Für den Betrieb solch eines Sensors wird eine Spannungsversorgung am Wegaufnehmer angeschlossen. Ein Schleifer wird mittels Mechanik (Tastkopf, Schlitten, je nach Ausführung) auf der Widerstandsbahn verschoben, dessen Potential sich durch den Verschub ändert: Die Ausgangsspannung am Schleifer ist proportional zur Position des Schleifers auf der Widerstandsbahn. Die Widerstandsbahn besteht aus hochwertigem Leitplastik, welches ein stufenloses Ausgangssignal erzeugt und Betätigungsgeschwindigkeiten bis zu 10 m/sec. erlaubt.


Vorteile von Linearpotentiometern

  1. Es handelt sich beim Messprinzip um ein absolutes Verfahren, d.h. beim Einschalten oder nach einem Spannungsausfall steht sofort wieder derselbe Messwert zur Verfügung.
  2. Es handelt sich um eine lang erprobte Technologie und ist einfach zu handhaben.
  3. Es ist dafür nur eine Spannungsquelle mit kleiner Leistung erforderlich, weil der Messwert leistungsarm abgenommen wird.
  4. Mit potentiometrischen Wegsensoren können, je nach Modell, Wege in den Bereichen von 0 bis 10 mm, aber auch Längen von bis zu 2000 mm kostengünstig erfasst und analog weiterverarbeitet werden.
  5. Durch die Spannungsteiler-Schaltung sind Linearpotis sehr temperaturstabil.
  6. Potentiometrische Wegaufnehmer sind unempfindlich gegenüber EMV sowie ESD-Einflüsse.

Das gilt es bei Linearpotentiometern zu beachten

  • Wir empfehlen die Überkopf-Montage, damit der Abrieb des Widerstandselements möglichst nicht an der Widerstandsbahn verbleibt.
  • Es sollten keine zu starken Vibrationen auf den Wegsensor einwirken, weil die Gefahr besteht, dass der Schleifer von der Bahn kurzzeitig abhebt und der zeitliche Verlauf des Messwertes unterbrochen wird.
  • Die Sensoren sind nicht für stark oszillierende Anwendungen geeignet. Hohe Frequenz-Bewegungen an ein und derselben Stelle sind unbedingt zu vermeiden: Das führt zu einem punktuellen Abrieb, Verlust der Signalgüte der Widerstandsbahn, und auch der Schleifer kann dauerhaft beschädigt werden.
  • Potentiometrische Wegaufnehmer mit Leitplastikbahn dürfen nur in Spannungsteiler-Schaltung betrieben werden, da der Messwert leistungsarm abgenommen werden muss. In der Rheostat-Schaltung wird der Schleifer und/oder die Widerstandsbahn dauerhaft beschädigt. Das bedeutet, dass Linearpotentiometer nicht als variabler Widerstand in einer Schaltung verwendet werden dürfen.

Elektrischer Anschluss und Messbeispiel

Potentiometrische Wegaufnehmer haben in der Standardausführung immer drei Anschlüsse z. B. die Pins A, B und C. Der Wegaufnehmer wird zwischen den Punkten A und C mit einer Gleichspannung versorgt. Als Beispiel wird hier 10 V angenommen. Der Anschluss A liegt auf 0 V, der Anschluss B somit auf +10 V. Die Messung des Verstellweges erfolgt nach dem Prinzip der Spannungsteiler-Schaltung, d.h. der bewegliche Schleifer (Anschluss bei Pin B) hat gegenüber dem Referenzpunkt (A) ein bestimmtes Potential, abhängig von der Position des Schleifers zwischen Anfang und Ende der Widerstandsbahn.


Für das abgebildete Beispiel gilt (vereinfacht):

  • Wenn der Verschubweg an der ersten Endposition steht, befindet sich der Schleifer am Anfang der Widerstandsbahn, wodurch die Spannung an Pin B ca. 0 V beträgt
  • Der Verschub befindet sich in der Mitte, die Spannung an B beträgt ca. 5 V
  • Der Verschubweg steht an der zweiten Endposition, der Schleifer befindet sich am Ende der Widerstandsbahn, die Spannung an Pin B beträgt ca. +10 V

Bei der richtigen Beschaltung der Sensoren in Spannungsteiler-Schaltung ist der Spannungswert an Punkt B unabhängig vom absoluten Widerstandswert des Wegaufnehmers. Beachten Sie aber hier bitte, dass diese Darstellung vereinfacht ist, denn für den Betrieb des Sensors gelten noch verschiedene Werte für elektrischen und mechanischen Verschubweg (siehe mechanischer und elektrischer Einstellweg). Darüber hinaus arbeitet kein Sensor ohne Messgenauigkeit. Die Abweichung des Messergebnisses von der idealen Geraden wird mittels Linearitätsangaben spezifiziert (siehe Genauigkeit).


Belastbarkeit von Schleifer und Widerstandselement

Beispiel Spannung U Widerstand R Leistung P Applikation möglich?
1 10 V 1 kΩ 0,1 Watt ja
2 20 V 1 kΩ 0,4 Watt nein
3 25 V 5 kΩ 0,125 Watt ja
4 60 V 10 kΩ 0,36 Watt nein
5 60 V 20 kΩ 0,18 Watt ja

Bitte beachten Sie beim Anschluss die maximale Belastbarkeit des Schleifers und des Widerstandselements. Diese Angaben finden Sie in dem jeweiligen Datenblatt. Ein zu großer Strom über den Schleifer führt zur sofortigen Zerstörung des Schleifers und/oder der Widerstandsbahn an der momentanen Position des Schleifers.
Für die Ermittlung der Verlustleistung, mit der der Wegaufnehmer belastet wird, sind der Widerstandswert und die angelegte Spannung wichtig. Dazu einige Berechnungen am Beispiel des Wegaufnehmers MM10:

  • max. Belastbarkeit 0,2 Watt
  • lieferbare Widerstandswerte 1, 2, 5, 10, 20 oder 50 kΩ

Für die Verlustleistung gilt:
P = U² / R (Leistung P = Spannung U² geteilt durch Widerstand R)

Anhand dieses Berechnungsbeispiels ist sofort erkennbar, dass bei einer Betriebsspannung von 20 V der Wegaufnehmer mit 1 kΩ nicht eingesetzt werden kann, weil sonst die Verlustleistung, mit der das Widerstandselement belastet ist, zu groß wird.
Bitte beachten Sie auch bei der Weiterverarbeitung des Signals in einer Elektronik einen sehr hohen Eingangs-Widerstand zu verwenden, damit der Strom über den Schleifer (Pin B) möglichst klein ist. Zur Erfassung der Messwerte wird die Spannungsdifferenz zwischen Pin B und Pin A gemessen.


Mechanischer und elektrischer Einstellweg

Die Ausgangskennlinie der meisten potentiometrischen Wegsensoren ist nicht über den gesamten verfügbaren Verschubweg für den Sensorbetrieb geeignet. Es ist grundsätzlich zwischen den folgenden Stellwegen zu unterscheiden:

  • Elektrisch wirksamer Einstellweg (bzw. engl. effective electrical limits): Dies ist der für die Messung tatsächlich zu verwendende Stellweg. Für diesen gelten die am Datenblatt angegebenen Linearitätswerte und ein Dauerbetrieb sollte nur innerhalb dieser Grenzen erfolgen.
  • Gesamter elektrischer Einstellweg (Engl. total electrical limits): Innerhalb dieses Bereichs liefert der Schleifer zwar ein Ausgangssignal, dieses bildet aber an den Enden meist keine Wegänderung mehr ab, sondern bleibt konstant. Dies ist eine Art „Totbereich“, der aus technischen, bzw. konstruktiven Gründen so ausgeführt ist und nicht bei allen Sensoren vorhanden ist.
  • Mechanischer Einstellweg (engl. mechanical limits): Die tatsächliche Verschiebung, die der Positionsaufnehmer ausführen kann. Mechanische Anschläge verhindern bei den meisten Modellen, dass der Schleifer über die Widerstandsbahn hinaus gerät.

Bei vielen Modellen entspricht der mechanische Stellweg auch dem kompletten elektrischen Stellweg. Somit verbleiben nur zwei der drei oben beschriebenen Bereiche. Dies vereinfacht zwar die Betrachtung, allerdings muss der effektive elektrische Einstellweg beim Einbau des Sensors auf die Applikation nach wie vor abgestimmt werden. Ansonsten verfälscht der beschriebene Totbereich die Messergebnisse. Bitte beachten Sie die Hinweise auf den Datenblättern des von Ihnen gewählten Modells.


Beispiel einer Präzisionsabschätzung

In diesem Beispiel wird die Einmessung und Abschätzung von Absolutgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit des Wegsensors „MM10“ mit 8 mm Messwegs vorgenommen:

  • Die Hysterese ist laut Datenblatt < 0,1 mm.
  • Einmessung durch 2 Punkte: Bei Verschub 0 mm beträgt die Spannung am Ausgang ca. 1 mV. Bei Verschub von 8 mm ist sie 4,9980 V. Die Elektronik weiß nun, dass 0 mm bei 1 mV „liegt“ und 8 mm Messweg bei 4,998 V erreicht wird. Der Wert für full scale ist 4,998-0,001 V = ca. 4,997 V. Pro Millimeter erzeugt das Potentiometer eine Spannungsdifferenz von 4,997/8 ≈ 625 mV
  • Laut Datenblatt ist die unabhängige Linearität ±2%. Diese Abweichung vom Wert für F.S. entspricht betragsmäßig 4,997 * 0,02 ≈ 99 mV. Dies entspricht einem Weg von 99/625 ≈ 0,16 mm.
  • Zur Abschätzung nehmen wir die Elektronik als idealisiert an. Der Widerstandswert des Sensors hat keinen Einfluss auf das Ausgangssignal. Als Messinstrument dient ein kalibriertes Voltmeter, es erreicht eine Messgenauigkeit von ca. 1 mV. Dies entspräche einer Wegunsicherheit von 1,6 µm.

Absolutgenauigkeit

Die Linearitätseigenschaften des Sensors lässt die größte Abweichung vom Idealwert mit ±0,16 mm erwarten. Falls die Messdaten des Sensors durch Anfahren aus beiden Bewegungsrichtungen aufgenommen werden, addiert sich hier allerdings noch die Hysterese: ∆ = 0,10 mm + 0,16 mm = 0,26 mm. Dies entspricht selbstverständlich dem ungünstigsten Fall. Wesentlich präzisere Ergebnisse erhält man, wenn solch ein Sensor über den gesamten elektrisch wirksamen Wegbereich mit vielen Messpunkten kalibriert wird. So lassen sich die Abweichungen der Linearität quasi eliminieren. Dann müsste auch die Hysterese eliminiert werden. Das Ergebnis hängt dann stark von der Methode der Kalibrierung ab.

Wiederholgenauigkeit

Wir nehmen an, dass die Mechanik einer Applikation immer an dieselbe Stelle des Sensors fährt und interessieren uns hier nicht für den tatsächlichen Absolutwert in mm, sondern nur dafür, wie stark das Messergebnis streut, bzw. wie groß der Relativfehler ist. Wenn die Hysterese nach wie vor eine Rolle spielt, ist das Ergebnis einfach: ∆ = 0,1 mm
Wird der Messwert allerdings immer von derselben Richtung aus angefahren, spielen weder Linearität noch Hysterese eine Rolle: Dann reduziert sich die Unsicherheit auf das verwendete Voltmeter, dass in diesem Beispiel die Messelektronik stellt. Dann erreicht der Sensor eine beeindruckende Wiederholgenauigkeit von 1,6 µm.


Ölgefüllte Wegaufnehmer

Für Anwendungen mit besonderen Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit des Sensors gibt es potentiometrische Wegsensoren mit Ölfüllung. Insbesondere für die Aufnahme von Messwerten an Messstellen in besonders stark verschmutzten, feuchten oder sogar korrosiven Umgebungen (Salze, korrosive Gase) sind sie die richtige Wahl. Anwendungsgebiete für diese Sensoren finden sich in der Schwerindustrie wie z.B. Schiffsbau, in Minen, in Stahlwerken, Chemiefabriken u. v. m.

Scroll
Meine Produkte
Schließen
Loading...